Hannes Kunz

    Ab in den Kindergarten

    Liebe Familie,

    Im Oktober war es endlich so weit! Wie viele meiner neuen Freunde hier aus dem Neubaugebiet durfte auch ich in den Kindergarten „Weisenheimer Spatzennest“. Hierfür habe ich eine tolle blaue Kindergartentasche bekommen, in die Mama jeden Morgen meine volle Brotdose hineinpackt. Die ersten Tage waren sehr aufregend. So viele neue Gesichter, Spielsachen und Räume. Zum Glück war Mama die ersten drei Tage mit mir in der Tigergruppe. Ich bin jetzt nämlich ein 1. KindergartentagTiger-Kind. Es gibt drei Erzieherinnen. Bettina, Fatima und eine Frau Schuster. Bettina mag ich am liebsten. Sie hat gerade in der Anfangszeit ganz viel mit mir gespielt und mir alles gezeigt. Am liebsten sitze ich beim Frühstück neben ihr, weil sie immer so leckere Sachen dabei hat und ich mir manchmal etwas stibitzen darf. Aber der Kindergartentag beginnt für mich eigentlich schon zu Hause wenn Mama wieder so hektisch im Haus herumläuft, meine Tasche packt, mir Jacke, Schal und Mütze anzieht, ihr Handy sucht, noch schnell eine Nachricht liest oder schreibt und alle paar Minuten stöhnt „Ui schon so spät“ oder „Jetzt aber husch, wir sind wieder spät dran“. Meist fahren wir mit dem Fahrrad zum Kindergarten hinauf. Ich darf gemütlich im Kindersitz platz nehmen. Auch hier wiederholt Mama eigentlich jeden Morgen wie schwer ich doch schon bin und wie sehr sie in die Pedale treten muss damit wir nicht rückwärts rollen. Ich denke dann immer nur „Ja Mama wir wohnen halt in Weisenheim AM BERG“!

    Oben angekommen darf ich an der Tigerklingel läuten und schon sind wir mitten im Kindergartengewusel. Von allen Seiten tönt es „Hallo Hannes“ und wir verstauen meine Kindergartentasche in einem der Tigerfächer. Mein Kleiderhaken hat das Autosymbol. Unter der Bank stehen meine Hausschühchen parat. Sobald ich die anhabe marschiere ich schon mal in die Gruppe weil Mama meistens noch mit irgendeiner anderen Mama quatscht. Mein erster Weg führt mich in die Bauecke oder wenn schon Obst bereit steht zum Esstisch. Mama kommt dann noch kurz in die Gruppe, berichtet Bettina von der letzten Nacht und sagt mir Tschüss. In den allermeisten Fällen ist das total Okay für mich. Nur ein zwei Mal wollte ich sie nicht wirklich gehen lassen. Bettina weiß aber schon genau wie sie mich schnell mit einem Auto oder Bagger begeistern kann und schon bin ich wieder voll im Spielmodus. Um 9:00 Uhr machen wir einen Morgenkreis. Es werden alle Kinder begrüßt und wir singen ein paar Lieder. Ich wünsche mir jeden Morgen das Bus­Lied. Das mag ich einfach ganz besonders gerne und die anderen glaube ich auch.

    Die Ewignest GangIm Anschluss geht’s zum Frühstück aber meist esse ich vor allem Obst da ich noch von meinem Frühstücksmüsli satt bin. Danach dürfen wir wieder spielen, malen oder Bücher anschauen und gegen 11:00 Uhr bekommen wir unsere Matschhosen und Jacken angezogen und ab geht’s in den Garten. Dort stürze ich mich am liebsten mit einer großen Schaufel oder einem Bagger bewaffnet in den großen Sandkasten. Ach ja, vor dem raus gehen bekommen noch alle Wickelkinder eine frische Windel. Obwohl ich Bettina sehr gerne mag ist mir das Wickeln im Bad auf dem fremden Wickeltisch nicht ganz geheuer. Manchmal muss ich dann auch ein bisschen weinen aber dann singt Bettina schnell das Buslied und schon habe ich die neue Windel an.
    Das Spielen draußen im Garten macht mir total viel Spaß. Dort sind auch alle meine Nachbars-Freunde und man findet immer einen Spielkameraden. Dann steht plötzlich Mama vor mir und ich freue mich zwar ganz arg sie zu sehen, bin aber eigentlich noch nicht fertig und würde gerne noch ein bisschen hierbleiben. Andererseits fallen mir dann in dem Moment in dem sie mich auf den Arm nimmt schon fast die Äuglein zu und ich merke wie müde ich bin. Dann bin ich einfach nur froh, dass mich Mama jetzt mit nach Hause nimmt. Dort wird noch rasch eine Kleinigkeit gegessen und danach geht’s ab ins Bett für ein ordentliches Mittagsschläfchen. Kindergarten ist toll, aber eben auch total anstrengend.

    Viele Grüße, Euer Hannes

    Kindermund... mit 2 Jahren

    Hannes – Deutsch

    Boop – BrotHannes im Reebenmeer
    Bubba – Butter
    Hon – Honig
    Dee – Tee
    iech – Milch
    assa – Wasser
    Huna – Hunger
    batt ­ – satt
    „Hannes batz deich“ ­ – Hannes platzt gleich
    Hannes Duntz – Hannes Kunz
    Bier – Bär (Kuscheltier)
    doos Bett – großes Bett oder auch Mama/ Papa Bett
    dein Bett – kleines Bett
    ein – nein
    ein dein Bett, doos Bett – nein ich will nicht ins kleine Bett, ich will ins große Bett Gassigehen mit Lotte
    dut – steht für gut und heißt ja
    Uff – Löffel
    Mess – Messer
    Binn – Fynn
    Tin – Christin
    Tina – Bettina (Erziehern)
    Ufta – Lastwagen
    Kista – Kipplaster
    Baba – Bagger
    Dier ­ – Tür
    Bopf – Kopf Hannes & Mattis
    Nas – Nase
    Arm putt – Arm gebrochen
    Düdata – Tatütata (Feuerwehr, Krankenwagen, Polizei)
    Dau ­ – Stau
    bommt – kommt
    bomm – komm
    bibi ­ – bitte
    Düdata bommt – die Feuerwehr/ der Krankenwagen kommt
    Mama bomm bibi – Mama komm bitte
    Duss – Kuss
    muus ­ – Schmusen

    Hallo Freunde,

    nun bin ich schon ganze zwei Jahre alt und kann mich mittlerweile schon richtig gut mit Mama und Papa verständigen. Morgens zum Frühstück trinke ich gerne einen „Dee“ mit „Hon“. Wenn Mama mich darauf Schokomundhinweist, ich solle nur einen kleinen Löffel Honig in den Tee geben antworte ich laut und bestimmt „doos“ und verlange nach meinen „Uff“ (Löffel). Dazu gibt es dann ein „Bubba Boop“ oder ein Müsli. Wenn der Bauch dann voll ist schiebe ich die Müslischale weg und teile dies mit einem „batt“ mit. Dann möchte ich „unter, Autos spiiieln“. Weil Mama das auch manchmal sagt kam mir auch schon ein „Hannes batz deich“ über die Lippen. Dabei muss man sich aber theatralisch zurücklehnen und den Bauch halten. Meist ist mir das zu anstrengend.
    Meine Lieblingsfahrzeuge sind der „Dugdor“ (Traktor), der „Baba“ (Bagger) und der „Kista“ (Kipplaster). Wenn ein „Unball“ passiert also zum Beispiel der Kista mit dem Dugdor zusammenstößt, kommt natürlich die Polizei und der Krankenwagen was ich dann mit „Düdata bommt“ kommentiere. Im schlimmsten Fall ist bei einem der Fahrer der „Arm putt“. Ich weiß auch schon, dass in allen meinen Kleidern „Hannes Duntz“ steht und nehme an, das jegliche Schriftzeichen die Worte „Hannes Duntz“ bilden. Es ist kaum zu glauben wo mein Name überall abgedruckt ist. Auf der Müslipackung, in Zeitungen und sogar auf meinem Duschgel.

    Ich halte das Wort „ja“ nach wie vor für langweilig und nutze es konsequent nicht. Meine Zustimmung wird durch ein schlichtes, manchmal durch ein Nicken begleitetes, „dut“ mitgeteilt. Nachts gibt es mitunter noch Verständigungsprobleme, denn obwohl ich meinen Eltern klar und deutlich sage „ein dein Bett, doos Bett“ legen diese mich in mein kleines Kinderbett. Ich fände es aber viel kuschliger drüben im großen Bett zwischen Mama und Papa. Daher protestiere ich auch manchmal lauthals wenn Mama mein Zimmer verlässt „Mama bomm“! „Maaaaamaaaaa bomm bibi“! (Mama komm bitte) „Dier auf“! Meist leider erfolglos aber ich bleibe dran.

    Viele Grüße, Euer Hannes

    Guten Rutsch!

    Euch allen einen Guten Rutsch ins neue Jahr!

    Liebe Grüße,
    Euer Hannes

    Hinein in den Winter

    Hallo Leute,

    Ploooop!noch immer perfekErste Bahnfahrttioniere ich meine Fähigkeiten im Laufen und Rennen. Die ein oder andere Beule bleibt da nicht aus, aber Übung macht schließlich den Meister.
    Kürzlich haben wir unsere erste Bahnreise nach Fulda zu Jassi unternommen. Dies war sehr aufregend für mich und finde ich deutlich besser als stundenlange Autofahrten bei denen ich in meinem Sitz bleiben muss. Schlafen in fremden Umgebungen bereitet mir noch immer etwas Probleme - ich bin halt ein Gewohnheitstier. Schön, wenn man anschließend wieder zu Hause ist.

    In der Weihnachtsbäckerei...Unser 2. Männerwochenende hatten Papa und ich, da Mama für 4 Tage Skifahren war. Wir haben jeden Menge erledigt und viele tolle Dinge unternommen: Karusellfahrt auf den KapuzinerplankenIKEA Einkauf samt obligatorischem HotDog, der Weihnachtsbaum wurde besorgt, die Weihnachtsplätzchen wurden zusammen gebacken - okay, ich muss zugeben ich hab eher den Teig gekostet; wir waren auf dem Heidelberger Weihnachtsmarkt und schließlich kam noch der Nikolaus und hat mir ein Feuerwehrauto geschenkt. Die Zeit verging wie im Flug, aber es ist schön, das wir nach Mamas Rückkehr wieder komplett sind.

    Die kalte Jahreszeit hat auch einiges Neues zu Bieten: Weihnachtsmärkte mit Karusells, die finde ich super! Und ab und an gibt es sogar Schnee. Eine Schlittenfahrt zur Abwechslungmacht Spaß auch wenn mir der kalte weiße Schnee nicht immer geheuer ist.

    Frohe Weihnachten & bis demnächst, Euer Hannes

    Schlittenfahrt in Hemsbach